2. Thüringer Naturschutztag am 2. November 2026

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Fachtagung

Der Naturschutz in Thüringen steht vor vielfältigen Herausforderungen, insbesondere durch die zunehmenden Klimaveränderungen. Unter dem Leitgedanken „Quo vadis Naturschutz?“ bringt der Thüringer Naturschutztag am 2. November 2026 ehrenamtliche Naturschützer, Landnutzende, Verbände und Verwaltung zusammen.

Im Mittelpunkt der fachlichen Impulse und vertiefenden Workshops stehen die Themen Wald, Gewässer und das Thüringer Berggrünland.

Der Naturschutztag versteht sich als Forum für Begegnung und Dialog – zur Frage, wie wir gut wirtschaften und leben und dabei unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren. Diesen Themen hatte sich auch der im vergangenen Jahr verstorbene und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Thüringer Naturschützer Martin Görner gewidmet. Ihm werden wir am Naturschutztag besonders gedenken.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.


Thüringer Ressourcenkonferenz REKON am 3. November 2026

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Am 3. November 2026 öffnet die REKON in Erfurt erneut ihre Türen

Verbrauch reduzieren. Kreislaufgerecht wirtschaften.

Die REKON hat sich seit ihrer Premiere im Jahr 2023 als zentrale Thüringer Plattform für Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft sowie einen effizienten Material- und Energieeinsatz etabliert. Sie richtet sich an Führungskräfte und Fachleute aus Unternehmen sowie an Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik.

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse, wie sie Ressourcen effizienter nutzen, Kosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Vorträge, Fachsessions und Praxisbeispiele zeigen konkrete Lösungen für eine ressourcenschonende und zukunftsfähige Wirtschaftsweise.

Die REKON wird von der Thüringer Landesenergieagentur ThEGA im Auftrag des Thüringer Umweltministeriums und unter Beteiligung des Thüringer Wirtschaftsministeriums veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.


Globale Bedeutung alter und naturnaher Buchenwälder für Natur- und Klimaschutz

 

Fachkonferenz des Bundesumweltministeriums (BMUKN) in Eberswalde

Seit 15 Jahren gehören fünf bedeutende Buchenwälder in Deutschland zum UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Aus diesem Anlass hat das Bundesumweltministerium (BMUKN) die Daten der fünf Welterbegebiete in Deutschland mit Blick auf die Widerstandsfähigkeit von Buchenwäldern im Klimawandel und ihren Beitrag zum Klimaschutz untersuchen lassen. Zur Vorstellung der Ergebnisse kommen am 16. und 17. September Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Naturschutzverwaltung sowie Politik und Praxis an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) zusammen. Damit werden die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr des UNESCO-Weltnaturerbes mit einer gebietsübergreifenden, internationalen wissenschaftlichen Fachtagung abgerundet.

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: „Die UNESCO-Buchenwälder zeigen beispielhaft, dass Klimaanpassung, Natur- und Klimaschutz im Wald gleichzeitig gelingen können. Solche naturnahen alten Wälder sind Wasserspeicher und tragen dazu bei, dass Grundwasser neu gebildet wird. Als natürliche Klimaanlagen kühlen sie die Umgebung, sie sind ein Hort der Biodiversität und ganz wichtige Referenzflächen für die natürliche Waldentwicklung in Deutschland und Europa. Sie sind insgesamt widerstandsfähiger als viele Wälder in der Umgebung und tragen langfristig zum Klimaschutz bei, indem sie große Mengen an Kohlenstoff binden. Umso wichtiger ist es, das UNESCO-Weltnaturerbe auch in Zukunft zu bewahren und zu schützen. Dafür tragen wir in Deutschland eine besondere Verantwortung. “

Im Mittelpunkt der BMUKN-Fachkonferenz steht die globale Bedeutung alter und naturnaher Buchenwälder für Natur- und Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel. Besonders interessant ist dabei die Frage, welchen Beitrag die UNESCO-Wälder zum Klimaschutz leisten, aber auch wie diese mit den immer extremer werdenden Bedingungen zurechtkommen. Hierzu hat das BMUKN eine vergleichende Studie in Auftrag gegeben, um aktuelle Monitoringdaten der UNESCO-Buchenwälder in Deutschland auszuwerten. Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass in allen fünf Gebieten mit der Zunahme an Biomasse in den letzten 25 Jahren auch die Kohlenstoffvorräte gewachsen sind. Damit sind die UNESCO-Buchenwälder natürliche Klimaschützer, indem sie Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen. UNESCO-Buchenwälder leisten somit einen bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz als Kohlenstoffsenke. Außerdem gehören diese Wälder an heißen Tagen zu den kühlsten Landschaften Deutschlands. Dies stärkt nicht nur ihre eigene Widerstandsfähigkeit, sondern auch die der direkten Umgebung. Die Daten zeigen aber auch, dass die UNESCO-Buchenwälder sich angesichts der extremen klimawandelbedingten Wetterereignisse der letzten Jahre zwar immer wieder erholen konnten, sie jedoch in ihrer Vitalität deutlich reagieren und Maßnahmen zu ihrem besonderen Schutz und Erhaltung fortgeführt werden müssen.

Diese sowie weitere Erkenntnisse aus Forschung und Monitoring werden genauso wie Erfahrungen aus der Schutzpraxis zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung „15 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“ – Globale Bedeutung, Monitoring & Zukunftsperspektiven“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) von den anwesenden Experten aus Deutschland und weiteren europäischen Ländern eingeordnet und diskutiert. Die internationale Zusammenarbeit trägt dazu bei, Erfahrungen aus den verschiedenen Welterbegebieten zusammenzuführen und Ansätze für den langfristigen Erhalt alter Buchenwälder weiterzuentwickeln. Am zweiten Veranstaltungstag führt eine Exkursion in das UNESCO-Welterbe-Teilgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Dort erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Besonderheiten des Buchenwaldökosystems sowie in Forschungs- und Monitoringansätze. Auch Managementmaßnahmen und aktuelle Herausforderungen für den Schutz der Wälder werden vor Ort betrachtet.

Das gesamte Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Hintergrund

Die UNESCO-Welterbestätte mit dem langen Namen „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ umfasst 93 Buchenwälder in 18 verschiedenen Ländern. Gemeinsam stehen diese Gebiete für die herausragende Bedeutung alter Buchenwälder für die biologische Vielfalt und machen deren besondere ökologische Entwicklungsgeschichte sichtbar. Mit dem Status als Weltnaturerbe sollen die wertvollsten Reste der alten Buchenwälder auf dem europäischen Kontinent gesichert und bewahrt werden. Denn uralte, naturnahe Buchenwälder gibt es heute nur noch sehr selten. Dabei ist jedes Gebiet der Welterbestätte weltweit einmalig. Das Zusammenspiel von Klima, Boden, Pflanzen-, Tier- und Pilzarten bringt einen ganz individuellen Buchenwald hervor. Gemeinsam bilden sie ein facettenreiches, einmaliges Mosaik beeindruckender Natur. Seit 2011 sind auch fünf Buchenwald-Teilgebiete in Deutschland Welterbe: Grumsin (UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Brandenburg), Hainich (Nationalpark Hainich, Thüringen), Jasmund (Nationalpark Jasmund, Mecklenburg- Vorpommern), Kellerwald (Nationalpark Kellerwald-Edersee) und Serrahn (Müritz-Nationalpark, Mecklenburg-Vorpommern). Das 15-jährige Jubiläum bietet Gelegenheit, Erkenntnisse und Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zusammenzuführen, die Erfolgsfaktoren für das Gelingen eines transnationalen Naturschutzprojektes zu beleuchten und aktuelle Herausforderungen für den Schutz der Waldökosysteme zu betrachten.

Weitere Informationen:

BMUKN-Themenseite Naturschutz unter: www.bundesumweltministerium.de/WS446

BMUKN-Pressemitteilung vom 25.06.2026: „Alte Buchenwälder in Deutschland: Seit 15 Jahren UNESCO Weltnaturerbe“ unter: www.bundesumweltministerium.de/PM11816

 

 


Klimafolgenanpassung und Wasserrückhaltung – jeder kann etwas tun!

Naturschutzforum erinnert an bewährte Maßnahmen und gibt Tipps zur Umsetzung

 

Handtorfstiche sind unverändert als Refugialräume für Spezialisten und Kulturflüchter zu erhalten.

Auwälder sollten Flussniederungen und feuchte Senken begleiten. Fotos: BSHnatur


 

Was kann jeder Grundstücksbesitzer tun?

In Deutschland beträgt die gesamte Wohnungsbaufläche, einschließlich der zugehörigen Freiflächen, laut Statistischem Bundesamt 1,43 Millionen Hektar (Stand 09.10.2025). Der weitaus größte Teil davon sind private Wohngrundstücke. Fast 20 Millionen Wohngebäude stehen drauf. Würde hier flächendeckend das Regenwasser gesammelt, könnten theoretisch bis zu 1,5 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr aufgefangen werden. Das entspräche etwa 60% des gesamten jährlichen Wasserdefizits, das Deutschland laut Studien zurzeit durch den Klimawandel und intensive Landnutzung verliert (Tagesschau vom 08.01.2025). Wer ein Grundstück besitzt und noch kein Regenwasser sammelt, der sollte genau jetzt damit anfangen!

Die Fallrohre der Regenrinnen sollten das Dachwasser nicht mehr direkt in die Kanalisation und damit über das nächste Gewässer ab ins Meer schicken, sondern in Regenfässer und andere Behälter auf dem Grundstuck leiten, damit es dort nach und nach der Bewässerung dienen kann. Um die Entwicklung von Mücken zu verhindern, sollten die Behälter mit engmaschigen Netzen abgedeckt werden.

Umleitung von Dachwasser zu entfernt stehenden Gehölzen – kann zur optischen Verschönerung mit Kletterpflanzen berankt werden. Mehrere Auffangbehälter können über Röhren im Verbund nebeneinander kommunizieren, bevor der letzte Überlauf erreicht ist.

Regenfässer oder andere Behälter dienen zum Auffangen von Wasser, um es bei späterer Dürre in den Boden zu leiten und Pflanzen damit zu bewässern. Die „Froschklappe“ im Fallrohr leitet das Wasser in das Regenfass. Der heraus-nehmbare Metallkorb darüber fängt Falllaub ab.

 

In Zisternen und anderen größeren Auffangbehältern auf dem Grundstück lässt sich das aufgefangene Regenwasser für längere Zeit speichern. Zahlreiche Kommunen fördern bereits den Einbau und den Anschluss solcher großer Regenwasserspeicher (vor Ort erkundigen). Für Neubauten sollten die kommunalen Bebauungspläne den Einbau von Zisternen als Festsetzung in Zukunft zwingend vorschreiben.

Häufig lassen sich auch ausrangierte Abwassergruben (Dreikammersysteme) mit entsprechender Verbindung zu den Dachrinnenfallrohren zu Wasserauffangbehältern umfunktionieren. Hier ermöglichen zwei Löcher in der Deckenplatte sowohl die Luftzufuhr als auch die Einführung eines Schlauchs mit Sipho, der an eine Wasserpumpe angeschlossen ist.

Das aus den Zisternen hochgepumpte Wasser kann bei Dürre zur Bewässerung im Garten dienen.

 

Neben dem Auffangen des Niederschlagswassers gibt es zahlreiche bewährte weitere Möglichkeiten für Haus- und Grundeigentümer, den Folgen des Klimawandels entgegenzutreten

Kletterpflanzen wie Efeu oder Wilder Wein dämpfen das Erwärmen von Außenfassaden erheblich.

Hier bedeckt Wilder Wein ein Gebäude in Klinkerbauweise. Er lässt sich je nach Lichtbedarf herunterscheiden.

 

Kletterpflanzen an Hauswänden, Bäume und Sträucher im Garten. Kletterpflanzen an der Fassade wirken wie eine natürliche Klimaanlage und kühlen das Gebäude sowie die Umgebung an heißen Tagen um mehrere Grad ab. Sie schützen zudem die Fassade vor direkter Sonneneinstrahlung und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Vögel und Insekten finden hier zusätzliche Nistmöglichkeiten und Lebensräume. Nicht nur an den Hauswänden, auch im Garten selbst gilt: Einfach mal wachsen lassen. Bäume uns Sträucher sorgen für schattige Plätze im Garten und helfen auch unseren tierischen Mitbewohnern

 

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1-4: Im Garten gilt: Wachsen lassen und nicht versiegeln. Dachwasser bleibt im Garten.

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Pflichtaufgabe der Kommunen

Auch wenn jeder zur Wasserrückhaltung beitragen kann, entbindet dies die Kommunen nicht von weiteren strukturellen Maßnahmen. Angesichts sinkender Grundwasserstände und extremer Wetterereignisse sind sie in der Pflicht, Klimafolgenanpassungskonzepte nicht nur zu entwickeln, sondern sie tatsächlich auch umzusetzen. Die längst entwickelten Schwammstadtkonzepte mit sogenannter grüner und blauer Infrastruktur helfen wenig, wenn im kommunalpolitischen Alltag bei Abwägungsprozessen in Bauleitplanungen Klima- und Naturschutzaspekte nach wie vor als nachrangig gegenüber wirtschaftlichen Aspekten gewichtet werden. Hier sind Politik und Verwaltung in der Pflicht, den Klima- und Naturschutz ernstzunehmen. Weitere Versiegelungen sind zu vermeiden, stattdessen sollten alle Anstrengungen gemacht werden, den innerörtlichen Versiegelungsgrad zu reduzieren. Grünflächen und alte Bäume sind zu unbedingt erhalten, keine Ersatzpflanzung mit Jungbäumen kann den ökologischen Wert alter Bäume in diesen Dürrezeiten je kompensieren. Wir haben zum einen nicht die Zeit, Jahrzehnte zu warten, bis Jungbäume auch nur annähernd das leisten, was die alten Bäume schaffen (s. Literatur unten), zum anderen ist nicht gewiss, dass die neu gepflanzten Bäume tatsächlich jemals so alt werden.

Buchenallee im Landkreis Oldenburg. Alte Bäume sind dringend zu erhalten. Wer alte Laubbäume wie Eichen und Buchen fällt, fördert die wachsende Austrocknung im besiedelten Bereich. Das gilt für Straßenbäume und sonstige alte Gehölze im öffentlichen Raum ebenso wie für jene auf privaten Grundstücken.

 

Um mehr Grün in den besiedelten Bereich zu bekommen, sollten auf freien Flächen möglichst viele Gehölze gepflanzt werden, nicht nur innerorts, sondern auch im Außenbereich. Je nach Standort sollten es passende heimische Arten in bunter Mischung sein, möglichst auch nektarreiche und fruchttragende Obstbäume. Wie vielerorts schon der Fall, können hieraus jährliche Aktionen entstehen. Nachbarschaften, Vereine, Schulen gestalten gemeinsam ihren Ort lebenswert.

 

5-6: Gemeinsam lokale Projekte umsetzen. Vereine, Schulen und gesellschaftliche Gruppen aller Art sind gefragt und werden aktiv.

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Wasserhaltung durch Gewässer-Rückbau, Wiederherstellung und Neuanlage

Ebenso wichtig ist es, das Wasser in der Fläche zu halten. Wasser- und Bodenverbände, private Grundbesitzer wie Mühlen- und Waldeigentümer, Naturschutzverbände und Schulen können im Winterhalbjahr geeignete Stillwasserzonen schaffen und wasserhaltende Brachen erhalten. Diese halten eingestautes oder eingeleitetes Wasser auch zum Einsatz in Brandfällen vor und sind zudem wichtige Laichgebiete für Amphibien und Lebensraum für am Ufer brütende Vögel. Neuanlagen lassen sich durch kleine Bagger oder bei Wiederanlage von Bachschleifen herstellen. Durch die Laufverlängerung wird zugleich dem Ableiten des Wassers in die Vorfluter vorgebeugt. Ehemalige Fischteiche und Feuerlöschteiche sind als Wasserreservoir wiederherzurichten, die Verlandung zurückzudrängen. Auch der Auwaldcharakter lässt sich an geeigneten Stellen entwickeln. Eigentümer von Mischwäldern sollten zudem befreit werden von Entwässerungsgebühren der Wasser- und Bodenverbände (Bsp: Für 32 ha naturnahem Mischwald werden jährlich 660 € Entwässerungsgebühr erhoben!)

Öffnung eines verlandeten Teiches.

Neuanlage eines Teiches.

Gab es zuvor jahrzehntelang flächenhafte Begradigungen und Entwässerungen zugunsten der Landwirtschaft, so müssen ab sofort – wie auf dem Foto oben an der Hunte – Renaturierungen, Laufverlängerungen und die Anlage von Retentionsflächen im Sinne des Hochwasserschutzes auf der Tagesordnung stehen. Die Entwässerungsgelder der Verbände sind dafür einzusetzen. Luftbild: Hunte-Wasseracht

 

Hintergrundliteratur:

BMUKN (2023): Nationale Wasserstrategie.- Berlin:
BMUKN: Wasserstrategie

BfN (2026): Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz | BfN Bonn
Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz | BfN

UBA 2026): Tipps für eine nachhaltige Regenwassernutzung.-
Tipps für eine nachhaltige Regenwassernutzung | Umweltbundesamt

Merkblätter zum Thema von NaFor, BSH und NVN:                                        

BSH Homepage – Downloads

MBl 74: Ist Landschaft reparierbar?
074 – Ist Landschaft reparierbar.pdf

MBl 70: Stagnierende Kleingewässer in Südniedersachsen.-
070 – Stagnierende Kleingewässer in Südniedersachsen

MBl 20: Gestaltungsvorschlag Naturgarten.-
0020 – Gestaltungsvorschlag Naturgarten

MBl 6: Baumschutz-Baumpflege.-
006 – Baumschutz – Baumpflege

Nafor – Pressemitteilungen

06. 04. 2023: Maßnahmen zur Rückhaltung von Wasser sind dringlich.-
Maßnahmen zur Rückhaltung von Wasser sind dringlich | Naturschutzforum Deutschland

18. 07. 2022:    Rückhaltung von Niederschlägen muss intensiviert werden.
Rückhaltung von Niederschlägen muss intensiviert werden | Naturschutzforum Deutschland

UMG – Naturtipps (2008): Bäume in der Stadt.-
Naturtipps – Bäume in der Stadt

MLEUV Brandenburg (2026): Für zukunftsfähige Alleen: Empfehlungsliste für naturverträgliche Baumarten veröffentlicht.-
093_26_MLEUV_Empfehlungsliste_Baumarten_Alleen_2026_05_04.pdf

SenMVKU, Berlin (2026): Zustand der Straßenbäume.-
Zustand der Straßenbäume (Vitalität) – Berlin.de


Pressemitteilung des Umweltministeriums Schleswig-Holstein

Eine Woche für die biologische Vielfalt: Naturschutzminister Tobias Goldschmidt lädt zur 3. Aktionswoche Biologische Vielfalt in Schleswig-Holstein ein

Naturschutzminister Tobias Goldschmidt: „Die Aktionswoche macht die natürliche Vielfalt Schleswig-Holsteins erlebbar“

JEVENSTEDT. Was haben eine Streuobstwiese, ein Waldstück, ein Schulhof und ein Garten gemeinsam? Sie alle sind Orte, an denen biologische Vielfalt entdeckt, erlebt und geschützt werden kann. Genau darum geht es bei der dritten Aktionswoche Biologische Vielfalt in Schleswig-Holstein. Vom 6. bis 13. September zeigen Menschen im ganzen Land, wie vielfältig die Natur ist – und wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich für ihren Erhalt einzusetzen.

Zum Auftakt der Aktionswoche haben Naturschutzminister Tobias Goldschmidt und der Botschafter der Aktionswoche, Autor und Journalist Lothar Frenz, heute gemeinsam den Verein „Ökowiesen Jevenstedt“ besucht.

„Schleswig-Holstein ist ein lebendiges Land mit besonderer Verantwortung für die Natur. Ich freue mich auf die diesjährige Aktionswoche, die eine Woche lang einen Scheinwerfer auf die Biodiversität bei uns im Lande richten wird. Die Aktionswoche macht die natürliche Vielfalt Schleswig-Holsteins erlebbar“, sagte Naturschutzminister Tobias Goldschmidt in Jevenstedt.

Insgesamt 310 Veranstaltungen stehen im Rahmen der Aktionswoche zur Auswahl. Hinter diesen stehen zahlreiche Akteurinnen und Akteure, die ihre Türen öffnen und in die Natur einladen. Sie geben Wissen weiter, regen zum Mitmachen an und machen deutlich: Biodiversität ist kein fernes Naturschutzthema, sondern begegnet den Menschen in Schleswig-Holstein fast überall.

Lothar Frenz, Botschafter der Aktionswoche, bringt diese Idee auf den Punkt: „Die Aktionswoche macht Lust auf Natur. Und zeigt, dass biologische Vielfalt keine abstrakte Idee ist, sondern uns umgibt, trägt und bereichert.“

Der Fokus der Aktionswoche liegt auf der Bildungsarbeit. Ein eigenes Programm richtet sich an Kitas und Schulen. Kinder und Jugendliche erforschen selbst die biologische Vielfalt und entdecken Zusammenhänge. Denn wer die Vielfalt des Lebens kennt und ihre Bedeutung versteht, hat auch eher die Möglichkeit, sie zu schätzen und sich für ihren Schutz einzusetzen.

„Es ist entscheidend, dass wir einen persönlichen Bezug zu den Themen Biodiversität und Naturschutz vermitteln und ökologische Zusammenhänge nachvollziehbar machen. Die Aktionswoche Biologische Vielfalt zeigt auf beeindruckende Weise, wie vielfältig und wertvoll unsere Natur ist und wie jede und jeder zu ihrem Erhalt beitragen kann“, sagte Nicole Rönnspieß, Leiterin des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR).

Weitere Informationen zur Bildungswoche:
Die Aktionswoche ist Teil der Bildungsinitiative Biodiversität im Rahmen der Landesbiodiversitätsstrategie „Kurs Natur 2030“. Sie wird unter der Federführung des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (BNUR) gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e. V. und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein durchgeführt. Das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN) fördert die Aktionswoche im Rahmen der Biodiversitätsstrategie des Landes.

Das vollständige Programm und weitere Informationen unter: www.aktion-biologische-vielfalt.de

 


Kurort Oberwiesenthal stellt Deutschen Wandertag vor

Wandergroßevent im Erzgebirge

Mit einer Pressekonferenz am 31. März in Kurort Oberwiesenthal stellten Veranstalter und Partner den 123. Deutschen Wandertag vor. Die höchstgelegene Stadt Deutschlands wird im September 2026 zum Treffpunkt der deutschen und europäischen Wanderszene. Ab 13. Mai ist die Wandertagsplakette erhältlich und die Wandertouren online buchbar.

Der Kurort Oberwiesenthal bereitet sich auf eines der größten Wandertreffen Europas vor. Vom 24. bis 27. September 2026 lädt der Deutsche Wanderverband (DWV) und die Stadt Kurort Oberwiesenthal zum 123. Deutschen Wandertag ins Erzgebirge ein. Erwartet werden bis zu 20.000 Gäste aus Deutschland und vielen europäischen Ländern.

 

Über Programm, Ziele und regionale Bedeutung der Veranstaltung informierten die Stadt Kurort Oberwiesenthal und der Deutsche Wanderverband gemeinsam mit seinen Partner während einer Pressekonferenz am 31. März in Kurort Oberwiesenthal. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes nahmen auch Verantwortliche aus Kommune, Tourismus und Wirtschaft teil.

Der Wandertag steht unter dem Motto „bewegt verbunden“. Er findet erstmals parallel zum europäischen Wandertreffen EURORANDO statt und rückt damit die UNESCO Welterberegion Erzgebirge/Krušnohoří für mehrere Tage in den Mittelpunkt der internationalen Wanderbewegung.

Dr. Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, betonte die Bedeutung des Treffens für die Wandervereine. „Der Deutsche Wandertag bringt Menschen aus ganz Europa zusammen. Für unsere Mitgliedsorganisationen ist er eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse für das Ehrenamt“, sagt Ermrich.

Im Rahmen des Deutschen Wandertages sind rund um Fichtelberg und Keilberg mehr als 35 geführte und individuelle Wanderungen durch die UNESCO Welterberegion Erzgebirge/Krušnohoří geplant. Ergänzt wird das Programm durch kulturelle Angebote, Begegnungen der Vereine sowie den traditionellen Festumzug am Samstag, den 26. September 2026. Jens Benedict, Bürgermeister von Kurort Oberwiesenthal, sieht in dem Wanderfest eine große Chance für die Region. „Wir freuen uns sehr, Gastgeber des Deutschen Wandertages zu sein. Die Veranstaltung macht unsere Stadt und das Erzgebirge weit über Deutschland hinaus sichtbar und lädt Gäste ein, Natur und Kultur unserer Region kennenzulernen“, sagt Benedict.

Aus Sicht des Tourismusverbandes Erzgebirge bietet das internationale Wandertreffen zudem eine wichtige Gelegenheit, die Region langfristig als Wanderziel in Europa sichtbar zu machen. „Der Deutsche Wandertag 2026 in Kurort Oberwiesenthal, eingebettet in die EURORANDO2026 als größtes europäisches Wanderfest, hat für das Erzgebirge große touristische Bedeutung. Beide Veranstaltungen machen die Region national und international sichtbar und zeigen ihre Stärken als attraktive Wander- und Ganzjahresdestination. Zugleich stehen sie für gelebte europäische Zusammenarbeit, ein einzigartiges UNESCO-Welterbe sowie Natur, Kultur und aktive Erholung. Davon gehen nachhaltige Impulse für Tourismus und Wertschöpfung aus.“, bestärkt Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Auch regionale Partner unterstützen die Umsetzung des 123. Deutschen Wandertages. Bürgermeister Jens Benedict dankte den Sponsoren für Ihre Unterstützung in finanieller Form sowie der tatkräftigen Mithilfe bei der Ausgestaltung der Programm-Highlights. Als Hauptsponsor tragen die Erzgebirgssparkasse, die Sparkassen Versicherung Sachsen und der Ostdeutsche Sparkassenverband maßgeblich dazu bei, dieses traditionsreiche Event in der höchstgelegenen Stadt Deutschlands zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Schirmherren des 123. Deutschen Wandertags sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer und Landrat des Erzgebirgskreises, Rico Anton.

Wer am Deutschen Wandertag teilnehmen möchte, kann ab Mittwoch, dem 13. Mai die Wandertagsplakette zum Vorverkaufspreis von 17 Euro online und vor Ort in der Gästeinformation Kurort Oberwiesenthal erwerben. Mit dem Erwerb der Plakette gibt es die als Sonderedition extra angefertigte Wandersocken gratis dazu. Die Plakette dient während der Veranstaltung als Eintrittskarte und ermöglicht die kostenlose Teilnahme an geführten Wanderungen, dem Rahmenprogramm im Festgelände mit Konzerten und weiteren Highlights, kostenfreien Shuttletransfer zum großen Festumzug sowie vergünstigtem Eintritt in das Museum für Wintersport und Stadtgeschichte im „Wiesenthaler K3“.

Weitere Informationen unter: wandertag-oberwiesenthal.de

 

 

Wandergroßevent im Erzgebirge

Mit einer Pressekonferenz am 31. März in Kurort Oberwiesenthal stellten Veranstalter und Partner den 123. Deutschen Wandertag vor. Die höchstgelegene Stadt Deutschlands wird im September 2026 zum Treffpunkt der deutschen und europäischen Wanderszene. Ab 13. Mai ist die Wandertagsplakette erhältlich und die Wandertouren online buchbar.

Der Kurort Oberwiesenthal bereitet sich auf eines der größten Wandertreffen Europas vor. Vom 24. bis 27. September 2026 lädt der Deutsche Wanderverband (DWV) und die Stadt Kurort Oberwiesenthal zum 123. Deutschen Wandertag ins Erzgebirge ein. Erwartet werden bis zu 20.000 Gäste aus Deutschland und vielen europäischen Ländern. 

Über Programm, Ziele und regionale Bedeutung der Veranstaltung informierten die Stadt Kurort Oberwiesenthal und der Deutsche Wanderverband gemeinsam mit seinen Partner während einer Pressekonferenz am 31. März in Kurort Oberwiesenthal. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes nahmen auch Verantwortliche aus Kommune, Tourismus und Wirtschaft teil.

Der Wandertag steht unter dem Motto „bewegt verbunden“. Er findet erstmals parallel zum europäischen Wandertreffen EURORANDO statt und rückt damit die UNESCO Welterberegion Erzgebirge/Krušnohoří für mehrere Tage in den Mittelpunkt der internationalen Wanderbewegung.

Dr. Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, betonte die Bedeutung des Treffens für die Wandervereine. „Der Deutsche Wandertag bringt Menschen aus ganz Europa zusammen. Für unsere Mitgliedsorganisationen ist er eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse für das Ehrenamt“, sagt Ermrich.

Im Rahmen des Deutschen Wandertages sind rund um Fichtelberg und Keilberg mehr als 35 geführte und individuelle Wanderungen durch die UNESCO Welterberegion Erzgebirge/Krušnohoří geplant. Ergänzt wird das Programm durch kulturelle Angebote, Begegnungen der Vereine sowie den traditionellen Festumzug am Samstag, den 26. September 2026. Jens Benedict, Bürgermeister von Kurort Oberwiesenthal, sieht in dem Wanderfest eine große Chance für die Region. „Wir freuen uns sehr, Gastgeber des Deutschen Wandertages zu sein. Die Veranstaltung macht unsere Stadt und das Erzgebirge weit über Deutschland hinaus sichtbar und lädt Gäste ein, Natur und Kultur unserer Region kennenzulernen“, sagt Benedict.

Aus Sicht des Tourismusverbandes Erzgebirge bietet das internationale Wandertreffen zudem eine wichtige Gelegenheit, die Region langfristig als Wanderziel in Europa sichtbar zu machen. „Der Deutsche Wandertag 2026 in Kurort Oberwiesenthal, eingebettet in die EURORANDO2026 als größtes europäisches Wanderfest, hat für das Erzgebirge große touristische Bedeutung. Beide Veranstaltungen machen die Region national und international sichtbar und zeigen ihre Stärken als attraktive Wander- und Ganzjahresdestination. Zugleich stehen sie für gelebte europäische Zusammenarbeit, ein einzigartiges UNESCO-Welterbe sowie Natur, Kultur und aktive Erholung. Davon gehen nachhaltige Impulse für Tourismus und Wertschöpfung aus.“, bestärkt Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Auch regionale Partner unterstützen die Umsetzung des 123. Deutschen Wandertages. Bürgermeister Jens Benedict dankte den Sponsoren für Ihre Unterstützung in finanieller Form sowie der tatkräftigen Mithilfe bei der Ausgestaltung der Programm-Highlights. Als Hauptsponsor tragen die Erzgebirgssparkasse, die Sparkassen Versicherung Sachsen und der Ostdeutsche Sparkassenverband maßgeblich dazu bei, dieses traditionsreiche Event in der höchstgelegenen Stadt Deutschlands zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Schirmherren des 123. Deutschen Wandertags sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer und Landrat des Erzgebirgskreises, Rico Anton.

Wer am Deutschen Wandertag teilnehmen möchte, kann ab Mittwoch, dem 13. Mai die Wandertagsplakette zum Vorverkaufspreis von 17 Euro online und vor Ort in der Gästeinformation Kurort Oberwiesenthal erwerben. Mit dem Erwerb der Plakette gibt es die als Sonderedition extra angefertigte Wandersocken gratis dazu. Die Plakette dient während der Veranstaltung als Eintrittskarte und ermöglicht die kostenlose Teilnahme an geführten Wanderungen, dem Rahmenprogramm im Festgelände mit Konzerten und weiteren Highlights, kostenfreien Shuttletransfer zum großen Festumzug sowie vergünstigtem Eintritt in das Museum für Wintersport und Stadtgeschichte im „Wiesenthaler K3“.

Weitere Informationen unter: wandertag-oberwiesenthal.de

 

 


Wandergroßevent im Erzgebirge

Mit einer Pressekonferenz am 31. März in Kurort Oberwiesenthal stellten Veranstalter und Partner den 123. Deutschen Wandertag vor. Die höchstgelegene Stadt Deutschlands wird im September 2026 zum Treffpunkt der deutschen und europäischen Wanderszene. Ab 13. Mai ist die Wandertagsplakette erhältlich und die Wandertouren online buchbar.

Der Kurort Oberwiesenthal bereitet sich auf eines der größten Wandertreffen Europas vor. Vom 24. bis 27. September 2026 lädt der Deutsche Wanderverband (DWV) und die Stadt Kurort Oberwiesenthal zum 123. Deutschen Wandertag ins Erzgebirge ein. Erwartet werden bis zu 20.000 Gäste aus Deutschland und vielen europäischen Ländern.

Über Programm, Ziele und regionale Bedeutung der Veranstaltung informierten die Stadt Kurort Oberwiesenthal und der Deutsche Wanderverband gemeinsam mit seinen Partner während einer Pressekonferenz am 31. März in Kurort Oberwiesenthal. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes nahmen auch Verantwortliche aus Kommune, Tourismus und Wirtschaft teil.

Der Wandertag steht unter dem Motto „bewegt verbunden“. Er findet erstmals parallel zum europäischen Wandertreffen EURORANDO statt und rückt damit die UNESCO Welterberegion Erzgebirge/Krušnohoří für mehrere Tage in den Mittelpunkt der internationalen Wanderbewegung.

Dr. Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, betonte die Bedeutung des Treffens für die Wandervereine. „Der Deutsche Wandertag bringt Menschen aus ganz Europa zusammen. Für unsere Mitgliedsorganisationen ist er eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse für das Ehrenamt“, sagt Ermrich.

Im Rahmen des Deutschen Wandertages sind rund um Fichtelberg und Keilberg mehr als 35 geführte und individuelle Wanderungen durch die UNESCO Welterberegion Erzgebirge/Krušnohoří geplant. Ergänzt wird das Programm durch kulturelle Angebote, Begegnungen der Vereine sowie den traditionellen Festumzug am Samstag, den 26. September 2026. Jens Benedict, Bürgermeister von Kurort Oberwiesenthal, sieht in dem Wanderfest eine große Chance für die Region. „Wir freuen uns sehr, Gastgeber des Deutschen Wandertages zu sein. Die Veranstaltung macht unsere Stadt und das Erzgebirge weit über Deutschland hinaus sichtbar und lädt Gäste ein, Natur und Kultur unserer Region kennenzulernen“, sagt Benedict.

Aus Sicht des Tourismusverbandes Erzgebirge bietet das internationale Wandertreffen zudem eine wichtige Gelegenheit, die Region langfristig als Wanderziel in Europa sichtbar zu machen. „Der Deutsche Wandertag 2026 in Kurort Oberwiesenthal, eingebettet in die EURORANDO2026 als größtes europäisches Wanderfest, hat für das Erzgebirge große touristische Bedeutung. Beide Veranstaltungen machen die Region national und international sichtbar und zeigen ihre Stärken als attraktive Wander- und Ganzjahresdestination. Zugleich stehen sie für gelebte europäische Zusammenarbeit, ein einzigartiges UNESCO-Welterbe sowie Natur, Kultur und aktive Erholung. Davon gehen nachhaltige Impulse für Tourismus und Wertschöpfung aus.“, bestärkt Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Auch regionale Partner unterstützen die Umsetzung des 123. Deutschen Wandertages. Bürgermeister Jens Benedict dankte den Sponsoren für Ihre Unterstützung in finanieller Form sowie der tatkräftigen Mithilfe bei der Ausgestaltung der Programm-Highlights. Als Hauptsponsor tragen die Erzgebirgssparkasse, die Sparkassen Versicherung Sachsen und der Ostdeutsche Sparkassenverband maßgeblich dazu bei, dieses traditionsreiche Event in der höchstgelegenen Stadt Deutschlands zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Schirmherren des 123. Deutschen Wandertags sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer und Landrat des Erzgebirgskreises, Rico Anton.

Wer am Deutschen Wandertag teilnehmen möchte, kann ab Mittwoch, dem 13. Mai die Wandertagsplakette zum Vorverkaufspreis von 17 Euro online und vor Ort in der Gästeinformation Kurort Oberwiesenthal erwerben. Mit dem Erwerb der Plakette gibt es die als Sonderedition extra angefertigte Wandersocken gratis dazu. Die Plakette dient während der Veranstaltung als Eintrittskarte und ermöglicht die kostenlose Teilnahme an geführten Wanderungen, dem Rahmenprogramm im Festgelände mit Konzerten und weiteren Highlights, kostenfreien Shuttletransfer zum großen Festumzug sowie vergünstigtem Eintritt in das Museum für Wintersport und Stadtgeschichte im „Wiesenthaler K3“.

Weitere Informationen unter: wandertag-oberwiesenthal.de

 

 


Rekordzahlen und neue Fundorte: Gottesanbeterin in Sachsen-Anhalt fest etabliert

Pressemitteilung des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt


Gottesanbeterin. Quelle: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. Foto: Daniel Rolke

Die Gottesanbeterin hat sich in Sachsen-Anhalt etabliert und breitet sich weiter aus. 2025 verzeichnete das Landesamt für Umweltschutz (LAU) mit 8.072 Meldungen so viele Beobachtungen wie nie zuvor. Zum fünften Mal in Folge wurde damit ein neuer Melderekord aufgestellt.

Die Art ist inzwischen in weiten Teilen des Landes anzutreffen. Neben stabilen Vorkommen im Süden und in der Mitte Sachsen-Anhalts breitet sie sich zunehmend auch im Norden und Nordwesten aus. Im letzten Jahr gab es erstmal Hinweise bei Haldensleben, Klötze, Marienborn und in der Colbitz-Letzlinger Heide. Verbreitungslücken bestehen derzeit im Harz, im Nordharzvorland und in Teilen der nordwestlichen Altmark.

Für den Sommer und Herbst 2026 erwartet Biologe Marcel Seyring vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt die weitere Ausbreitung, insbesondere in den Landkreisen Salzwedel, Börde und Harz. „Besonders interessant sind vor allem die Bereiche nördlich und westlich von Gardelegen bis zur niedersächsischen Landesgrenze. Da fehlt bisher der Lückenschluss.“ sagt Seyring, bittet jedoch weiterhin um Sichtungsmeldungen aus dem gesamten Bundesland. Am besten direkt über das Meldeportal: www.lau.sachsen-anhalt.de/gottesanbeterin oder per E-Mail an: artenmeldung@lau.mwu.sachsen-anhalt.de mit Datum, Fundort, Beobachtername und Foto.

Alle Meldungen werden geprüft und in die zentrale Artdatenbank übernommen. Sie dienen der wissenschaftlichen Auswertung, der Fortschreibung der Verbreitung und der Bearbeitung der Roten Listen.

Gottesanbeterinnen sind für Menschen harmlos, nicht giftig, stechen und beißen nicht. Die Tiere sollten nicht eingefangen werden. Nur wenn sie sich in Wohnungen verirren, können sie vorsichtig wieder ins Freie gesetzt werden.

Die wärmeliebende Art breitet sich infolge klimatischer Veränderungen seit den 1990er Jahren nach Norden aus. In Sachsen-Anhalt wurde sie erstmals 1991 in Magdeburg nachgewiesen; die erste stabile Population besteht seit 2004 am Geiseltalsee.

 

 

 

Im Landesamt für Umweltschutz eingegangene Meldungen zur Gottesanbeterin

 

QR-Code zum Meldeportal
Gottesanbeterin

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Salzwiesen im Deichvorland beginnen sich zu entwickeln

Landesbetrieb NLWKN verbindet erfolgreich die Förderung des Biotopschutzes mit Vorgaben des Küstenschutzes


Das Küstenschutzsystem in Niedersachsen. Grafik: NLWKN

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Auszug aus dem am 01. Juni erschienenen Jahresbericht 2025 des NLWKN

Im nordwestlichen Ostfriesland realisiert der NLWKN seit 2025 ein zukunftsweisendes Projekt zur naturbasierten Transformation des Deichvorlands. Das etwa 23,4 Hektar große Gebiet ist ein ehemals künstlich aufgespültes Deichvorland südlich von Pilsum in der Krummhörn. Durch gezielte Geländeabsenkungen wird eine anthropogen, also von Menschen geschaffene in eine naturnahe Salzwiese umgestaltet. Das Vorhaben verbindet die Anforderungen der FFH-Richtlinie und des Masterplans Ems mit denen der Klimaanpassung und des Küsten- und Klimaschutzes. Die natürliche Entwicklung von Prielen sowie die Ansiedlung von Pionier- und Salzwiesenvegetation bestätigen die Wirksamkeit der um- und eingesetzten Maßnahmen.

Ökologische Ausgangssituation verdeutlicht dringenden Handlungsbedarf

Das im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gelegene Projektgebiet umfasst einen Deichvorlandbereich im äußeren Emsästuar zwischen der Leybucht und dem Rysumer Nacken am Dyksterkruger Heller. Historisch ist dieser Bereich durch Aufspülungen aus den Jahren 1972/73 geprägt, die primär als Schutzmaßnahme für den Hauptdeich dienten. Heute bildet das Vorland ein naturbasiertes Element des Küstenschutzsystems, welches durch ein durchgehendes Vorlanddeckwerk als Erosionsschutz gesichert ist und eine Deichfußentwässerung durch Gräben aufweist. …

Fachliche Grundlage für die Umgestaltung bildet der Vorlandmanagementplan für den Bereich der Deichacht Krummhörn. Dieser wurde in enger Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern entwickelt.

Ziel der Maßnahme ist, eine naturnahe, morphologische Dynamik mit einer salzwiesentypischen Prielentwicklung zu ermöglichen und die Etablierung der unteren Salzwiesenstadien zu fördern. Hierfür wird eine flächenhafte Absenkung des Geländes auf das Niveau des mittleren Tidehochwassers (MThw) durchgeführt sowie der Tideeinfluss dieser Flächen über Furten als Absenkungen im Deckwerk gezielt wiederhergestellt. Zusätzlich werden funktionslose Entwässerungsgräben verfüllt und lokale Feuchtbereiche geschaffen.

Parallel muss der Küstenschutz sichergestellt sein: Die Stabilität des Vorlands bleibt erhalten, und ein Sicherheitsabstand von 200 Metern zum Hauptdeichfuß garantiert weiterhin die notwendige Wellendämpfung und die Schutzfunktion für den Hauptdeich. …

Die bauliche Umsetzung erfolgt in drei Teilabschnitten, wobei zum Schutz der dort vorkommenden Vogelarten die Arbeiten außerhalb der Brutzeit durchgeführt werden. Im Jahr 2021/22 wurde bereits der erste Teilabschnitt mit einer Fläche von etwa 9,3 Hektar erfolgreich fertiggestellt. Ab 2024 folgte die Umsetzung der weiteren Abschnitte auf einer Fläche von rund 14 Hektar.  …

m die Entwicklung der Projektfläche zu dokumentieren, führt der NLWKN ein gezieltes Monitoring durch. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich die erwartete positive morphologische und biologische Entwicklung rasch einstellt: Bereits in den ersten Jahren entwickeln sich naturnahe, fein untergliederte Prielstrukturen. In den neu geschaffenen Pionierzonen konnte ein biotoptypischer, fast flächendeckender Quellerbewuchs beobachtet werden. Der wiederhergestellte Tideeinfluss ermöglicht einen kontinuierlichen Sedimenteintrag in die Fläche und eine damit verbundene deutliche, räumlich variierende Sedimentation. Zwischen 2021/22 und 2025 wurde auf den Flächen ein Aufwuchs von 15 bis 20 Zentimeter durch das Monitoring festgestellt. In der Folge bilden sich bereits verschiedene Stadien der unteren Salzwiese aus, die durch die durch die Ansiedlung von Zeigerarten wie Andelrasen und Strandastern charakterisiert wird.

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Deichgeschütztes Gebiet, Haupt- und Schutzdeiche an der Festlandküste. Grafik: NLWKN

 

Herausgeber: Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz


Umpflügen von Wegrainen und Uferzonen muss unterbleiben

Die Inanspruchnahme öffentlicher Saumbiotope ist ein ständiges Ärgernis

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Die Abstände von den Gewässeroberkante an diesem Vorfluter werden auf den beiderseits gelegenen Ackerflächen nicht eingehalten. Das widerspricht den Vorgaben der Satzung des Unterhaltungsverbandes. An den schrägen Böschungen des Trapezprofils gibt es verengte Wuchszonen für Kulturgräser und Wasserschwaden. Fotos: BSHnatur, Juni 2026 vor der Hitzewelle

 

Oldenburg-Niedersachsen. In der NDR-Sendung Panorama 3 vom 16.06.2026 beklagte der Natur- und Artenschutzexperte Olaf von Drachenfels den dramatischen Schwund von Wegrainen bis hin zum Untergang ganzer Feldwege durch illegale Umwandlung in Ackerflächen. Dieses Phänomen beklagen Naturschutzverbände wie die BSH schon seit einem halben Jahrhundert, so das Naturschutzforum Deutschland (NaFor).

Zahlreiche Landwirte erweitern auf diese Weise eigenmächtig ihre Wirtschaftsflächen. Das Nachsehen haben Schmetterlinge und andere Insekten, weil ihnen damit unter anderem die Futterpflanzen für ihre Raupen und andere Larvenstadien genommen werden. In fast jeder Kommune finden sich Beispiele, in denen öffentliches Eigentum ungenehmigt umgepflügt und wichtige Raine und streifenartige Brachen an Wegen oder Fließgewässern entfernt werden. Auch Flurbereinigungen, die die Beseitigung alter Schaftriften legalisierten, trugen zur Vernichtung von wertvollen Lebensräumen entlang von Wegen bei.

Es ist dringend an der Zeit, so das Naturschutzforum, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, verbunden mit dem Appell, die im Eigentum der Gemeinden stehenden Streifen in Ruhe zu lassen und den Wildpflanzen und ihren Bewohnern die Lebensräume zurückzugeben.

Völlig unverständlich, aber typisch sei der Standpunkt des Samtgemeinde-Bürgermeisters Thomas Wolf im Panorama 3-Beitrag, der sich nicht mit den Landwirten anlegen, sondern gemeinsame Lösungen mit den betroffenen Landwirten suchen möchte. Hier zeigt sich, dass eine unerlaubte gesetzwidrige Nutzung fremden Eigentums geduldet wird. Das ist nicht hinzunehmen. Hinzu kommt, dass viele landwirtschaftliche Betriebe die in den Satzungen der Wasser- und Bodenverbände und dem Bundeswasserverbandsgesetz vorgeschrieben Abstände zu den Fließgewässern von 1m oder mehr zur Gewässeroberkante nicht beachten und oft bis an die Böschungskanten wirtschaften. Damit gehen auch hier kilometerlange Blühstreifen und Kinderstuben für Insekten und Bodenbrüter verloren.

 

oben links: Blick in ein Maisfeld. Vom umgepflügten Weg ist eine Eiche verblieben. Hier sind Wegränder nicht mehr vorhanden. Der fahrbahnbahnbegleitende Streifen wird von Weidegras eingenommen.
oben rechts: Der öffentliche Wirtschaftsweg führt zwischen einem Weidezaun am Deich (links) und der Agrarfläche hindurch. Die Wegränder sind überwiegend in privater Nutzung, der Zaun für Wildtiere nur schwer zu überwinden.
unten links: Statt des Uferrandstreifen eines Grabens wechselt die Böschungskante direkt in die Wirtschaftsfläche. Lediglich die Restflora aus Kulturgräsern, Labkraut und Brennnessel sind spärlich verblieben oder von umgepflügtem Boden überlagert.
unten rechts: Das Feld mit reifer Gerste grenzt an einen öffentlichen Weg. Auch mit Unterstützung von Anwohnern wird der „Blühstreifen“ regelmäßig kurz gemäht, was dem ästhetischen Empfinden entsprechen mag, aber als Lebensraum für Insekten entfällt.

 

 

Das Naturschutzforum fordert alle Eigentümer öffentlicher Flächen, die von diesem Landschaftsvandalismus betroffen sind, auf, endlich dem illegalen Unterpflügen Einhalt zu gebieten und die Wiederherstellung der ehemaligen Biotope anzuordnen. Geschieht das weiterhin nicht, ist das ein Eingeständnis, dass eine auch ökologisch wichtige Berufsgruppe sich Rechte herausnimmt, für die die Bevölkerungsmehrheit mit Geldbußen belegt würde. Es bedarf der sofortigen Umsetzung von EU-weit gültigen Vorgaben, darunter die des Verschlechterungsverbots in der Wasserrahmenrichtlinie.

Auch der sogenannte “Niedersächsische Weg“ der niedersächsischen Landesregierung disqualifiziert sich hier. Während der vormalige Umweltminister und heutige Ministerpräsident Olaf Lies diese Vereinbarung als herausragende Kooperation zwischen dem Land Niedersachsen, dem Landvolk, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und zwei Naturschutzverbänden herausstellte (die anderen 13 anerkannten Verbände hatten sie nicht eingeladen), bleibt die bisherige Misere der Nutzung von Saumbiotopen unverändert oder sogar noch massiver bestehen.

Nach Auffassung des Naturschutzforum ist es dringend an der Zeit, gemeinsam mit ökologisch verantwortungsvoll handelnden Landvolkvertretern die Weg- und Gewässerraine der Natur zurückzugeben und eine Wildflora zuzulassen, damit hier der für die Artenvielfalt unverzichtbare Biotopverbund wieder entstehen kann.